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BJÖRK - Greatest Hits (CD/DVD)
[2002 . Wellhart/One Little Indian: 065134-2 (CD) / 065471-9 (DVD)] 

<Björk>: Artist, Species: human(ish), Sex: female, Natural habitat: an ocean of sound, Outstanding characteristic: instinctive curiosity


Schon im Alter von fünf Jahren spielte Björk Gudmundsdóttir Flöte und Klavier; im Alter von 11 Jahren entstand ihr erstes (Hit-)Album in Island. A star was born! Mit 13 gründete sie ihre ersten Punkbands, erst EXODUS, dann TIPPI TIKARRAS und später K.U.K.L. Mit K.U.K.L. brachte sie zwei Alben heraus. 1987 war das Gründungsjahr der - auch hier bekannten - SUGARCUBES, die mit ihrer ersten Single „Birthday" den isländischen PostPunk revolutionierten. Nach vier Alben lösten sich 1992 THE SUGARCUBES auf und Björks musikalische Entwicklung ging in die britische ElectroDance-Szene, die aufgrund der jahrelangen Zusammenarbeit mit Graham Massey von 808 State entstand.

1983 brachte sie dann schließlich ihr danceorientiertes Solo-Album „Debut" heraus, welches von Nellee Hooper produziert und perfekt arrangiert wurde. Ihre klassische Musikausbildung und ihre Freude an experimentellen, gefühlvollen Sounds bescherte und das „Debut" übertreffende Album „Post", das 1993 erschien und auf dem Björk neben Nellee Hooper und Graham Massey mit Howie B und Tricky arbeitete.

Dem Einfluss von Howie B und Tricky ist es zu verdanken, dass „Post" uns mit bombastischen Beats und Sounds verwöhnt. Das 1997 erschienene orchestrale Nachfolgealbum „Homogenic" ist noch experimenteller und intensiver. Björk produzierte und arrangierte das komplette Album zusammen mit Mark Bell (LFO), Guy Sigsworth und Howie B.

Neue Herausforderungen nahm Björk 2000 als Filmdarstellerin bei „Dancer in the dark" an und versuchte ihr Verlangen nach künstlerischen Grenzerfahrungen erneut zu stillen. Mit „Selmasongs" steuerte sie ihren Beitrag zum Film bei. Produziert wurde das Album wiederum zusammen mit Mark Bell.

Ihre Experimentierfreude teilt sie mit den ebenfalls angesagten Künstlern Matthew Herbert, Matmos und Thomas Knak, die auf dem Album „Vespertine" mit ihrem ElectroTechnoClash im Kontrast zu der lieblichen Stimme von Björk und den akustischen Songs stehen. Das Studioalbum „Vespertine" erschien 2001, vier Jahre nach „Homogenic".

Björk schließt mit ihrem neuen Stück „It's In Our Hands" an „Vespertine" an und - blickt man zurück, erkennt man die Weiterentwicklung ihrer musikalischen Arrangements und stellt zufrieden fest, dass es ihr an Experimentierfreude und Ideen noch lange nicht fehlt.

Beim Björks „Greatest Hits"-Album handelt es sich nicht um ein Best-Of-Album, sondern vielmehr um eine Art Retrospektive ihrer Musik, die die Arbeit von 1993 bis heute eindrucksvoll dokumentiert. Das Album enthält 15 Songs; jeweils vier Songs der Alben „Debut", „Post" und „Homogenic"; zwei Songs von „Vespertine" sowie das neue Werk „It's In Our Hands" und ist somit eine gelungene Mischung der Hits der vielfältigen Künstlerin. Die gefühlvollen Songs von „Debut" wie z.B. „Venus Is A Boy" oder das großartige „Play Dead" (vom gleichnamigen Film); die massiven Beats von „Post" wie z.B. „Hyperballad" oder „Army Of Me" oder die durchdringenden Songs von „Homogenic" wie z.B. „Joga" oder „Bachelorette" zeigen dem Hörer ganz deutlich die großartige Kreativität und das künstlerische Können der kleinen Isländerin, die mit allen auf dem „Greatest Hits"-Album zu findenden Stücken überzeugt.

Die „Greatest Hits"-DVD übertrifft die 15 Song-CD mit sechs weiteren Björk-Hits der vorliegenden vier Alben. Hier findet sich auch die Big Band-Nummer „It's Oh So Quiet" sowie das auf der „Family Tree"-Box erhältliche Werk „Nature Is Ancient". Bei der Auswahl der Video-Künstler erkennt man auch hier die Experimentierfreude Björks und ihre natürliche kindliche Naivität, die uns bei den unterschiedlichen Clips mit auf eine verzaubernde Reise nehmen.

Wir sehen einen Comic bei „I Miss You", emotional Landscapes bei „Joga", technoide Meisterwerke bei „All Is Full Of Love" und „Hidden Place" und alle unterschiedlichen Clips erzählen eine Geschichte und harmonieren herausragend mit den lieblichen Songs. Specials und Interviews fehlen leider auf der DVD, aber nach 21 kleinen Kunstwerken kann hierauf auch verzichtet werden... [al]


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GRANDIOS!

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DRECK!